Satire

Pfui: Draußen Lesen- Oder eher doch nicht (Satire)

Hinweis: Alles was folgt ist zu 100% ernst zu nehmen und darf in keinster Weise mit Humor genommen werden!

Was mich am Draußen-Lesen stört

Da ich mich anstatt für Wirtschaft und Politik viel mehr für den neusten Klatsch und die trendigsten Hate-Wellen interessiere (wie eben alle anderen durchschnittlichen 16 jährigen auch), bin ich letztens auf einen Artikel gestoßen, der die „deutsche Meckerkultur“(in Bezug auf Bibis neuen Song (wap dap… (oder so)) kritisiert.

Und ich dachte so: Da will ich dazugehören, habe sofort den PC angeschmissen und hurtig diesen wunderbar ernstgemeinten und vor Hass sprühenden Beitrag über ein Thema geschrieben, bei dem ich immer wieder kotzen könnte: Drau– *würg*-ßen Le-*würg*-sen. Okay, ich schaff das: Das Thema heißt Draußen Lesen.

Okay.  Ich weiß ja, für die eingefleischten Computerfreaks unter euch (zu denen ihr alle gehört, sonst hättet ihr nicht grade euren Pc/ euer Handy/ euer iPad (oder whatever) an und lest das hier) ist diese Tätigkeit *hust* oder eher Folter *hust* bestimmt genauso unvorstellbar, wie für mich. Ich meine, hallo?, wer geht denn noch raus, wenn es (bald) Virtual Reality gibt? Die Zukunft ist darauf ausgelegt, in Gebäuden stattzufinden. Und bis dahin reicht es auch seine Sims in den Stadtpark zu schicken und das neue Buch lesen zu lassen mit dessen Hilfe sie sich in 7 Sim-Stunden von Anfänger zum Profi-Klavierspieler… lesen.

Aber tatsächlich habe ich es gewagt. Und am besten macht ihr jetzt die Augen zu, wenn ihr es nicht ertragen könnt das folgende zu lesen (jaja… Logik ist voll mein Ding ^^) Okay, seit ihr bereit? Jetzt kommt’s. Haltet euch die Augen zu. Ich habe euch gewarnt. Ready? : ICH BIN RAUSGEGANGEN!!! Oh shit! Nicht Ohnmächtig werden. Ich habe ja dabei gelesen. Also war es nur halb so schlimm. Keine Angst, ich habe keine sozialen Kontakte geknüpft 😉 .

EXTRA für euch, habe ich dieses spannende Experiment gestartet.
EXTRA für euch habe ich die grässlichen Störfaktoren über mich ergehen lassen, damit ihr es nicht ausprobieren müsst.
Und nun die Gründe, warum es richtig SCHEISSE ist, wenn man außerhalb von 4 Wänden liest:

Menschen. Ich weiß, was ihr jetzt denkt: Ihhhhhh… XoX
Menschen… Und wie die mich genervt haben! Ich saß beim Lesen im Park neben so 2 Frauen, die sich über die neusten Trends in der aktuellsten Ausgabe der Instyle unterhalten haben und ich dachte nur so „Haltet doch endlich mal die Klappe!“ Die ganze Zeit haben sie sich ununterbrochen unterhalten und ich habe fast die Kriese gekriegt! Es ist bestimmt für euch unvorstellbar, aber die meisten Menschen die um mich herum im Park auf einer Bank saßen, hatten irgendwelche „Freunde“ mit denen sie ununterbrochen in ihren gegenseitigen Wortschwallen gebadet haben. Ich habe es kaum ausgehalten. Es soll ja Menschen geben, die sich sogar bei Lärm konzentrieren können, aber ich gehöre DEFINITIV NICHT dazu.
Aber leider findet man im „Draußen“ kaum einen Ort an dem man ohne jede Menschenseele in der Nähe entspannen kann. Jedenfalls nicht in der Großstadt. Und wenn man dann mal DOCH irgendeinen Platz findet, an dem sich niemand aufhält, eröffnet sich einem ein anderes Problem:

-Keine Menschen.
Ich sitze so im Wald auf einer Bank, ein spannendes Buch liegt auf meinem Schoß und die Geschichte fesselt mich an seine Seiten.
Plötzlich: Ein rascheln im Gebüsch.
Ich zucke zusammen. Panik steigt in mir hoch und in meinem Kopf formen sich tausende Szenarien, die mein Gehirn wegen zu viel Horrorfilm-Einfluss gelernt hat zusammen zuspinnen . Plötzlich bereue ich es, mir jemals „Blair Witch Projekt“ oder andere Horrorfilme angesehen zu haben und gehe in meinem Kopf alles durch, was sich dort im Gebüsch verstecken könnte:
-Massenmörder
-Auftragskiller
-Psychopath
-verrückter mit Pistole 
-Schlafwandler, der träumt in Walking Dead zu sein und gegen Zombies (mich!!!) ankämpfen zu müssen
-meine Mutter, die sieht dass ich alleine im Wald sitze (wo doch so viel passieren könnte!)
-Slenderman
-psychisch Kranker mit Fleischermesser 
-Jack Torrance aus the Shining mit seiner Axt
-ein beliebiger Dämon
-ein Klassenkamerad, der denkt, dass ich keine Freunde habe, weil ich allein im Wald bin und lese
-Chucky die Mörderpuppe
-Eine Hexe (und zwar KEINE die in Hogwarts zur Schule gegangen ist)
-Vögel, die mich Hitchcock-Style zerfetzen werden
-Ein Kuschentier (aus Friedhof der Kuscheltiere)

-der Tod
-Ein psychisch kranker psychopathischer Massenmörder, der träumt einen Auftrag bekommen zu haben mich mit einem Fleischermesser, die den Zombie aus Walking Dead wegzufegen
Ich wünsche mir sofort die beiden Frauen mit ihren Stylingtipps zurück. Sie würden den potenziellen Angreifer mit ihrer Zeitschrift eine reinhauen können… Warte… Ich habe ja mein Buch, das wäre wahrscheinlich eine effektivere Waffe… Aber nein, das Buch ist zu kostbar um es als Waffe zu missbrauchen…
Flucht ist also mein einziger Ausweg um am Leben zu bleiben. Ich klappe das Buch zu und gehe wieder an einen Menschenüberfluteten Ort zurück…

-Tiere
Auch Tiere sind grausame Störfaktoren, für die armen Leser, die sich nach draußen gewagt haben, denn davon abgesehen, ob jetzt Menschen um einen herum sind oder nicht, gibt es da immernoch diese anstrengenden Tiere, die man einfach nicht los wird. Und ich meine damit keineswegs süße Hundewelpen oder streundernde Katzen… Viel. Schlimmer: Insekten (bei dem Wort Insekten muss ich nebenbei immer an diesen einen Flachwitz denken… Der mit den Sekten ^^)
Am schlimmsten im Sommer sind die Bienen. Ich habe panische Angst vor Bienen, Wespen und allen anderen beflügelten Tieren mit gelb-schwarzen Streifen, seit ich mal gestochen worden bin (DÜ DÜ DÜÜÜÜÜM)…Jedenfalls stören mich diese kleinen fliegenden Tierchen ungemein und ich kann mich einfach nicht konzentrieren, wenn sich ein potenziell gefährlichen Wesen (mehr oder weniger) zum Angriff bereit, auf einer Buchseite niederlässt (oder noch schlimmer: Irgendwo auf meinem Körper)…
In den meisten Fällen nehme ich schlichtweg einfach von diesen Tieren Reißaus und begebe mich an einen anderen Ort, der nicht unbedingt einen Bienenstock oder eine Mückenkolonie beherbergt.

-Wetter
Wenn man zu Hause sitzt, muss einen das Wetter ja nicht stören. Ganz im Gegenteil: Wenn ich zu Hause bin und es regnet, dann freue ich mich darüber, wie sich ein kleines Kind über Weihnachten freut! Ist man jedoch draußen und es beginnt zu regnen, ist das jedoch schon deine Todeserklärung. Vor allem wenn es unerwartet ist und man nicht unbedingt eine wasserfest Tasche für sein Buch mitgenommen hat… Mir sind schon 2 Bücher deswegen dahingeschieden. RIP 😦 … Aber auch, wenn es zu warm ist, ist das lesen unerträglich. Da vermisse ich durchgehend einen Ventilator zum runterkühlen.


Es gibt eigentlich noch etliche Gründe mehr, aber ich hab keine Lust mehr, mich weiter mit einem so runterziehenden Thema zu befassen. Da schreibe ich lieber nochmal kleinen einen Text über den Tod.


Ja, das war alles SEHR ernst gemeint! Mit diesem Thema ist nicht zu Spaßen 😉

Kennt ihr noch weitere Störfaktoren am draußen Lesen? Würde mich interessieren, was euch so einfällt^^


Alles Liebe,

-Felia ❤

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17 thoughts on “Pfui: Draußen Lesen- Oder eher doch nicht (Satire)”

  1. Also nach diesem Artikel kann ich das Kompliment mit dem Schreiben 1:1 zurückgeben! Sehr feine Darstellung der Abart des Lesens und deren Darstellern 😛

    Generell find ich die Idee dieses TOTAL ernsten Beitrags sehr schön!

    Gefällt 1 Person

  2. Ich musste herzhaft lachen bei deinem Blogeitrag, denn genauso erging es mir gestern auch! 😀 Ich dachte mir okay komm ist jetzte ja so schönes wetter gehste mal raus. Ich habe es keine 20 Minuten ausgehalten 😀 der Rasen war tierisch unbequem da frisch gemäht, überall flogen iwelche Viecher rum und eines krabbelte auf meinem Rücken, das andere wollte ständig in meine Nase fleigen. Die Sonne verblendete mir die Sicht, ich dachte ständig daran ob die Sonencreme noch reicht und sobald irgendwo irgendetwas raschelte schreckte ich auf 😀 Also danke für diesen amüsanten Beitrag! ^^

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  3. Ja, das kenn ich. Bei mir sind es Nachbarn, die auch gern am Sonntag den Rasenmäher anschmeißen. Da ist Lesen schon schwer, das Unterhalten fällt ganz weg 😪. Aber ich gebe nicht auf, ich möchte Lesen UND das Wetter genießen, muss nur noch meinen MP3 Player und die Sonnenmilch finden, in diesem Sinne, ich muss weg 🏃‍♀️⛱

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  4. Ich kann völlig nachvollziehen was du da schreibst! Lesen im freien ist wirklich​ ein Abenteuer… Also was ich noch hinzufügen kann: Du setzt dich mit deinem Buch nach draußen, freust dich über die Sonne. Hast aber keine Sonnenbrille dabei da 1. Du Angst hast braun zu werden und der WEIßE Abdruck deiner Brille dann alles kaputt macht (ähnlich wie bei einer Skibrille) und 2. Du deine Sonnenbrille kaputt gemacht hast als du dich ausversehen (ja so dumm bin ich) darauf gesetzt hast. Jetzt das Problem: Das. Papier. Blendet. Du willst lesen, aber kannst NICHTS erkennen, weil die eben noch schöne Sonne auf dein weißes Papier scheint und es zum Leuchten bringt. Dann gehst du rein, willst deine Sonnenbrille holen, merkst das sie kaputt ist, weil du dich darauf gesetzt hast…ähem…
    So jetzt Mal im Ernst, das ist schei** !!!
    Wir müssen dem ein Ende setzten! Am besten wären ja so Glaskuppel wo man sich rein setzten kann zum lesen, mit vielen Kissen und leiser Musik – kein Regen, keine Insekten und keine quaselnden Nachbarn.
    LG – eine höst amüsierte Rosa😂💕

    Gefällt 2 Personen

    1. Ich musste ich das gelesen habe so lachen XD ❤ Wirklich vielen vielen Dank ❤ !!! Tag gerettet 😉 ! Und das mit der Kuppel ist eine tolle Idee. Lass uns die mal zusammen kontuieren! Ein Traum 😉 !!
      Ich danke dir wirklich total für diesen tollen Kommentar!!! ❤ ❤ ❤
      Alles alle Liebe
      -Felia ❤

      Gefällt 1 Person

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