Unter Pseudonym schreiben- Gründe dafür, Tipps und was dabei so zu beachten ist.

Sheet of paper, pen and ink of black on black office desk.

Reihenweise Autoren veröffentlichen ihre Bücher unter Pseudonym statt unter ihrem bürgerlichem Namen.

Welche Gründe dafür sprechen und was man als Autor mit Pseudonym dringend beachten sollte, erfahrt ihr im folgenden Blogpost.


Zuerst: Was versteht man eigentlich unter einem „Pseudonym“?

Was ein Pseudonym ist, defininiert Wikipedia folgendermaßen:

Ein Pseudonym (in bestimmten Zusammenhängen auch: Alias) ist der fingierte Name einer Person, insbesondere eines Urhebers (oder mehrerer Urheber) von Werken.[1] Das Pseudonym wird anstelle des bürgerlichen Namens (Realname, Orthonym) verwendet und dient meist zur Verschleierung der Identität. Das zugehörige Adjektiv lautet pseudonym (von altgriechisch ψευδώνυμοςpseudōnymos „fälschlich so genannt“).

Warum viele Autoren unter Pseudonym veröffentlichen:

Dass von nicht wenigen Autoren nicht der bürgerliche Name auf dem Buch steht, kann viele Gründe haben.

  • Ein möglicher Grund wäre, dass die Autoren ihren echten Namen nicht mögen und ihr „Autorenleben“ lieber unter einem Namen führen wollen mit dem sie sich wohler fühlen. Den Geburtsnamen kann man sich nicht aussuchen. Ein Pseudonym allerdings schon.
  • Anonymität. Bücher sind in vielen Fällen sehr persönlich. Sie zeigen das innere des Autors auf, legen offen mit welchen Themen sich dieser beschäftigt und besonders von der Gesellschaft kritischer betrachtete Genres wie Erotik oder Romane mit heftiger Gewalt, erfreuen vielleicht nicht unbedingt den konservativen Nachbarn, die liebevolle Großmutter oder den 10 jährigen Sohn. Auch um das Privatleben aufrecht zu erhalten und nicht auf sein Buch reduziert werden.
  • Eine weitere Möglichkeit für den Namenswechsel könnte die Vorbeugung vor Verwechselbarkeit sein. Zwanzig Autoren mit Nachnamen Müller… da kann es beispielsweise für Buchhändler schwierig werden, den gefragten herauszufinden. Außerdem: Was geht schon über Individualität?
    Für Autoren ist der Name oft wie eine Marke. Leser sollten den Namen des Autors sofort mit bestimmten Büchern verbinden.
  • Aber auch um seinen Namen an das Genre, in dem das Buch herauskommen soll anzupassen, kann ein Pseudonym den Autor einen wesentlichen Schritt voran bringen. Aus diesem Grunde kann ein Autor, der mehrere Genres schreibt auch mehrere Pseudonyme haben. Ein Beispiel hierfür ist Jennifer L. Armentrout, die unter dem Pseudonym J. Lynn ihre New Adult Romane schreibt. Aber auch J.K. Rowling, hat ihre Krimi-Reihe unter dem Decknamen Robert Galbraith herausgebracht.
  • Für eine zweite Chance. Wenn man sehr viel Pech hat und sich das Buch, das man herausgebracht hat so überhaupt nicht verkauft, dann kann man sich selbst mit einem Pseudonym eine 2. Chance auf Erfolg geben. Vor allem wenn sich im Buchhandel schon Vorurteile gegenüber einem gebildet haben und dein Name in Verruf geraten ist, ist es ja nicht schwer sich einen Künstlernamen zuzulegen.

Tipps für ein Pseudonym

Was sich von oberen Punkten schon rauskristallisiert haben könnte, aber hier nochmal ein 2 kleine Tipps für ein gutes Pseudonym:

  • Wichtig ist, dass DIR das Pseudonym gefällt. Es wird so etwas wie dein 2. Name sein und manche Menschen werden dich nur unter diesem Namen kennen. Der Name bildet quasi die Grundlage für deine neue Identität und so solltest du ihn auch als deinen Namen akzeptieren können.
  • Er sollte zum Genre passen. Es wäre gut, wenn dein Pseudonym von Klang und Atmosphäre zu deinem Genre passt. Ein Horror Autor mit dem Pseudonym: Katy Flowers… ich weiß nicht so recht XD …

Worauf man im rechtlichen Sinne achten sollte:

  • Es ist nicht notwendig sich seinen Künstlernamen offiziell in seinen Pass eintragen zu lassen. Wenn man allerdings Wert darauf liegt, ist dies aber möglich. Vor allem wenn man die Komplikationen, die bei der Post entstehen könnte bedenkt, kann dies ein Vorteil sein.
  • Wichtig: Kein Geheimnis um den Namen machen, was die Geschäftspartner angeht! Wenn man ein Versteckspiel spielt, kann das auf Dauer nicht gutgehen und wirkt mehr als lächerlich. Der Verlag wird Rücksicht auf die Geheimhaltung vor der Öffentlichkeit nehmen, wenn man ihn darum bittet. Wer wirklich unerkannt bleiben will, sollte seinen wahren Namen auch nur wirklich den Menschen anvertrauen, mit denen man arbeitet und ansonsten vor der Presse und auf Lesungen ausschließlich unter dem Künstlernamen auftreten.

Meine Meinung

Ich würde, wenn ich ein Buch veröffentlichen würde, wahrscheinlich unter Pseudonym veröffentlichen, einfach um mir ein bisschen Anonymität zu wahren. Man kann seinen engsten Vertrauten schließlich immer noch anvertrauen, unter welchem Pseudonym man schreibt. Allerdings würde ich kein geschlossenes Pseudonym nehmen (also mit anderen Worten: kein Geheimnis um meinen echten Namen bzw. um meine anderen Pseudonyme machen).


Was ist eure Meinung zu Pseudonymen?
Würdet ihr als Autor unter Pseudonym veröffentlichen?

Alles Liebe,

Eure Felia ❤

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14 Gedanken zu “Unter Pseudonym schreiben- Gründe dafür, Tipps und was dabei so zu beachten ist.

  1. Hallo Felia,
    da ich im nächsten Jahr gerne mein erste Buch veröffentlichen möchte, mache ich mir im Moment gerade viele Gedanken, ob Pseudonym oder nicht.
    Ich würde es auf jeden Fall machen, wenn mir das Genre peinlich wäre (Erotik oder ähnliches). Aber sonst? Ich bin noch unschlüssig, mal sehen. Andererseits ist es schon irgendwie cool, den eigenen (richtigen) Namen auf dem Cover zu sehen, oder nicht? 😉
    Viele Grüße,
    Corinna
    #litnetzwerk

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  2. Ich kann total verstehen, warum Autoren unter einem Pseudonym veröffentlichen und würde mich vermutlich auch dafür entscheiden. Mir ginge es dabei nicht unbedingt um Anonymität, sondern eher darum, seinen Namen etwas außergewöhnlicher zu machen. Du hast recht, wenn du sagst, dass viele Müllers doch eher verwirrend wären und man kaum Chance hat, dass sein Buch heraus sticht.
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

  3. Ich würde mir glaube ich so ein halbes Pseudonym zu legen. Also meinen Vornamen behalten, aber einen anderen Nachnamen nehmen, weil ich meinen wirklichen nicht sonderlich mag und das außerdem ein allerwelts Name ist ^-^ Und dann mal abwarten, wie die Bücher ankommen, ob ich das dann lockerer nehme und alle Welt wissen darf, wie ich eigentlich heißt oder ob ich mich hinter dem Pseudonym verstecke un es nur einigen wenigen verrate. Und vielen Dank für deinen Beitrag zu dem Thema, ich fand ihn sehr interessant, hilfreich und schön! ❤

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    • Stimmt ein halbes Pseudonym ist auch ganz cool😊 Ich weiß nicht, meinen Nachnamen will ich jedenfalls nicht auf meinen Büchern sehen😅… Ich mag ihn gar nicht und außerdem will ich meine Anonymität wahren😂😜
      Also schreibst du auch🙊😍❤️?!
      Danke für deine lieben Worte❤️!

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  4. Auch ich würde dazu tendieren, mir ein Pseudonym zuzulegen. Ich finde es toll, dass diese Möglichkeit besteht. Wenn man sich den Geburtsnamen schon nicht aussuchen kann, dann wenigstens den Namen, der dann auf dem eigenen Werk steht 🙂

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