[Rezension] „Der schwarze Thron 2- Die Königin“ von Kendare Blake

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Titel: Der schwarze Thron - Die Königin 
Autor: Kendare Blake 
Verlag: penhaligon 
Erscheinungsdatum: 25. September 2017 
Format: Broschur 
Preis: 14,99€ 
Seitenzahl: 510 
Genre: Fantasy 
Thematik: Thron, Königinnen, Kampf um Leben und Tod, Herrschaft, Gaben

Dies ist die Rezension zu dem 2. Band  aus einer Reihe. Also falls ihr, Band 1 noch nicht gelesen habt, muss ich eine dringende SPOILERWARNUNG für jene, die den ersten Band noch nicht kennen, aussprechen.

Wer Interesse an meiner Meinung zum ersten Band der Reihe hat, kommt *HIER* zu meiner Rezension.


Klappentext (Quelle):

Drei Schwestern. Drei magische Talente. Nur eine Krone.

Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin – doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre beiden Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt, und jede Königin muss sich entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg zur Krone vor nichts zurück.


  • Meine Meinung

    Positiv:

  • Ich hatte Lust weiterzulesen!

Eine Sache, die mich sehr glücklich gemacht hat: Dieses Buch hat mich so circa ab der Hälfte tief in seinen Bann gezogen. Und hätte ich nicht im Moment so viel mit allem anderen Rund um Schule usw. zu tun, hätte ich den Roman in einem Rutsch beenden können.

Ich bin ziemlich stolz auf mich, dass ich meinen anfänglichen Schweinehund überwunden habe, meine kostbare Zeit für 500 Seiten eines Buches aufzuopfern, dessen Vorgänger-Band ich nicht allzu sehr geneigt gewesen war. (ja, das war ein ziemlich komplizierter Bandwurmsatz, den man, um ihn zu verstehen, vermutlich mehrmals lesen müsste)

Es gab manche Stellen, die haben mir wirklich sehr gut gefallen. Das Ende zumindest war teilweise wahnsinnig nervenaufreibend und einfach der Inbegriff eines bittersweet-endings.

Es gab sogar ein Paar, das ich geshippt und einfach übel gefeiert habe. Und auch wenn es nicht lange dabei blieb, waren das doch zumindest für kurze Zeit diese herzzerreißenden Fangirl-Momente, die ich mir immer so in Büchern wünsche.

Außerdem gab es teilweise wirklich stellen, von denen ich mich nicht mehr lösen konnte; Szenen in denen eine elektrisierende Spannung in der Luft lag und die mir wirklich total gefallen haben.

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  • Es hat eine Charakterentwicklung stattgefunden

In diesem Band haben die Charaktere, manche mehr, andere weniger, Entwicklungen in ihrer Persönlichkeit durchgemacht.

Definitiv ein Fortschritt gegenüber dem ersten Band, nach dem ich nicht einmal in der Lage gewesen wäre, den Charakteren mehr als ein Persönlichkeitsmerkmal, geschweige denn eine herausstechende Eigenschaft zuzuordnen.

In diesem Band hat sich für mich zumindest ein bisschen mehr erschlossen, wie die Charaktere sein sollen und wie sie so drauf sind.

In diesem Punkt kann ich also eine Steigerung zu Band 1, der in meinen Augen mit blassen eindimensionalen Charakteren gefüllt war, sehen.


  • Negativ:

  • Spannungsbogen ist vorhanden, ABER…

Anders als im ersten Band, hatte ich hier das Gefühl, dass Wert auf einen vernünftigen Spannungsbogen gelegt wurde.

Alles schön und gut. Aber trotzdem: Auf mich hat es so gewirkt, als würde die Spannung künstlich aufrecht erhalten werden. Mir kam alles einfach viel zu konstruiert vor: Die Handlung hangelt sich Fest zu Fest, was einerseits okay ist, schließlich fällt der Spannungsbogen auf diese Weise nicht wieder ab, andererseits erschien es mir wie eine verzweifelte Aufrechterhaltung der Spannung.

Sofort, wenn die eine Feier vorbei ist, macht ein Charakter den Mund auf und erwähnt, dass in kurzer Zeit dieses-oder-jenes-Ereignis stattfinden wird.

Man darf mich nicht falsch verstehen, grundlegend habe ich nichts, gegen Fantasy-Romane, in denen ein-zwei Feste gefeiert werden. Aber diese Reihe ist auch irgendwann gesättigt von all diesen Feierlichkeiten.

Es kommt mir einfach so vor als hätte das Leben außerhalb von Festlichkeiten, nicht genug Spielraum für einen spannenden Plot gegeben, was für Fantasy echt traurig ist.

Und es ist ja auch so: Die ständigen Vorbereitungen oder auch nur Ausflüge in die Natur, außerhalb der großen Events, haben für eine gewisse Ungeduld bei mir gesorgt. Ich wollte wissen, was bei dem Event passiert und hätte am liebsten alles andere aus dem Buch übersprungen.

Und wenn soetwas passiert, hat der Autor wohl was falsch gemacht…

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  • Meine Bindung zu den Charakteren…

Es ist schon wieder die gleiche Leier, wie in Band 1: Ich und die Charaktere sind wie zwei unterschiedliche Universen, die nicht die Möglichkeit haben, sich einander anzunähern. Und auch wenn ich mich mittlerweile zumindest nicht mehr so  fühle, als hätte ich von dem anderen Universum nicht den Hauch einer Ahnung, weiß ich nicht, wie ich mich ihm Annähern soll.

Okay, Schluss mit den Metaphern. Anders (und hart, aber ehrlich) formuliert: Die Charaktere könnten gerne alle eines elenden Todes sterben und ich würde nicht mal mit der Wimper zucken.

Dabei bin ich normalerweise ein Leser, der sich jeden 2. Charakter aus dem Buch in die reale Welt wünscht, um a) die beste Freundin von ihm zu werden oder b) ihn zu heiraten und für immer und ewig mit ihm zusammen zu sein.

In diesen Buch, herrschte zwischen mir und den Charakteren immer noch, eine gewisse Distanz, die irgendwie nicht gebrochen werden konnte. Dabei war es BAND 2! Und nach circa 1.000 Seiten Geschichte immer noch von den Charakteren völlig kalt gelassen zu werden, ist eher weniger berauschend.

  • Der Schreibstil

Ich möchte auch ein paar Worte zum Schreibstil verlieren: Ich bin, ganz ehrlich, kein Fan vom Schreibstil der Autorin. Dass das Buch in der Gegenwart geschrieben ist, sorgt einfach bei mir dafür, dass sich das Lesen komisch anfühlt, sobald ich mich ein bisschen mehr auf die Worte an sich konzentriert.

Die Sätze wirken zu einfach geschrieben; zu simpel. Und in Fantasy-Romanen möchte ich keine simple Sprache, wenn ich ehrlich bin. Ich möchte mich auch durch die Sprache mit der Welt verbunden fühlen. Und hier war das leider nicht der Fall.

Ich möchte Wortbilder und ein bisschen mehr Details haben, damit ich mir die Welt auch wirklich vorstellen kann.

Das alles war hierbei leider nicht der Fall. Auch wenn es mich nicht aktiv beim Lesen gestört hat, wollte ich es nur nochmal kurz anmerken!

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Fazit:

Meine Meinung zu dem Buch fällt ähnlich wenig begeistert aus, wie schon die zu Band 1.
Die Welt ist mir zu undetailliert und oberflächlich ausgearbeitet.

Meine Bindung zu den Charakteren ist eine, die ich zu einem Glas voller Eiswürfel haben würde: Kalt, unberührbar. Und letzten Endes sind sie mir total egal.

Andererseits muss ich auch eine Steigerung zu Band 1 feststellen: Diese hat sich vor allem durch die Persönlichkeitsentwicklung und einen vorhandenen Spannungsbogen und dem damit verbundenen Sog, den das Buch damit zumindest teilweise auf mich ausgewirkt hat, ausgezeichnet.

Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Sterne.

3 Sterne


Habt ihr das Buch gelesen?
-Wenn ja, wie fandet ihr es?
-Wenn nein, wollt ihr es noch lesen?


Alles Liebe,

Felia ❤


*Danke an das Bloggerportal für das zur Verfügung stellen eines Rezensionsexemplares*

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11 Kommentare zu „[Rezension] „Der schwarze Thron 2- Die Königin“ von Kendare Blake

  1. Hey, eine schöne Rezension! Ich stimme deinen positiven wie auch negativen Punkten voll und ganz zu. Besonders was den Spannungsbogen betrifft – dieser wirkte auf mich sehr auch sehr künstlich und an den Haaren herbeigezogen.
    Mir haben persönlich auch viele Antworten gefehlt: Zum Beispiel was eigtl mit Katharine los ist? Was ist in der Brecciaspalte passiert? Hat sie eine Gabe? Ich empfand diesen Band irgendwie stark als Puffer mit vielen unnötigen Handlungselementen.
    Liebe Grüße
    Janika

    Gefällt mir

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