[Rezension] „Der Schwarze Thron 1- Die Schwestern“ von Kendare Blake

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[Lest es!] „da vorne wartet die zeit“ von Lilly Lindner- Ein Meisterwerk!

Diese Buchvorstellung ist etwas wirklich besonderes für mich, da ich euch im folgenden Beitrag mein absolutes Lieblingsbuch vorstellen werde.
Mein ABSOLUTES LIEBLINGSBUCH!
Und ich bin mir sicher, dass es mir schwer fallen wird, die tiefgehende Liebe, die ich für dieses Buch empfinde, in Buchstaben zu kleiden, doch ich werde es versuchen und ich bitte euch, FLEHE EUCH AN, dieses Buch zu lesen!!
Ihr versteht vielleicht nicht, warum ich das schreibe, vielleicht versteht ihr es nicht einmal nachdem ihr den folgenden Text gelesen habt, aber ich fände es wirklich wunderbar, wenn ich auch nur eine einzigen Person auf der Welt, dazu bringen kann dieses Buch zu lesen!

Es gibt kein einziges Buch auf dieser Welt, das mich gleichzeitig so sehr berührt, wie verzaubert hat. Es ist das heftigste und gleichzeitig schönste und verletzlichste, was ich je lesen durfte. Ich kann es nur noch mal wiederholen: ICH. LIEBE. DIESES. BUCH. ABGRUNDTIEF.

Titel: Da vorne wartet die Zeit
Autor: Lilly Lindner
Verlag: Droemer
Format: Taschenbuch
Ladenpreis: 9,99€
Seitenzahl: 272
Thema: Lebensgeschichten, Leben, Tod, Schicksale
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Klappentext (Quelle): Die Menschen in der Stadt am Waldrand. Sie leben miteinander, sie leben nebeneinander her, sie sind allein, sie sterben – und doch hängen sie und ihre Schicksale alle zusammen: Der Kriminalpolizist, der einer grausamen Entführungsserie auf der Spur ist, das Mädchen aus gutem Hause mit dem unsagbaren Geheimnis, der weise Forscher der Zeit und die Mutter, die ihre kleine Tochter verliert. Sie alle leben in der Stadt am Waldrand, und sie alle sind mit dem Tod konfrontiert. Und mit der Zeit, die sich in der Unendlichkeit verliert.
Ein geschickt konstruierter, sprachgewaltiger Roman – von Spiegel-Bestsellerautorin Lilly Lindner.

Dies sind 2 Buchtrailer (sie sind wirklich so schön *-* ):

 6 Gründe warum ich dieses Buch liebe

1.) Schreibstil: Wer jemals ein Buch von Lilly Lindner gelesen hat, der kennt ihren Schreibstil, der so poetisch, wortgewaltig und atmosphärisch ist, dass er den Leser in einen Sog zieht, aus dem er sich kaum noch reißen kann. Jedes ihrer Worte geht mir unter die Haut.
Und was gibt es kostbareres als ein Buch bei dem man sich jede einzelne Seite ausdrucken und sich an die Wand hängen könnte, weil man sie so sehr wertschätzt ?!Wenn man beim Lesen versuchen würde, alle schönen Zitate zu markieren, müsste man bei ihren Büchern, einfach alles markieren, weil es jeder Zeile es wert ist, ein Zitat zu werden.

Ein paar Beispiele des grandiosen Schreibstils (und das sind einfach irgendwelche random ausgewählten Textstellen aus dem Buch…)

Alice Clay. Das Mädchen mit dem zersplitterten Gehirn und den abgebrochenen Handlungssträngen. Sie schiebt Erinnerungen an ihre Vergangenheit beiseite, denn die Zeit hat sie ausgelöst, aus diesem zeitlosen Gefälle. Sie muss nicht mehr an damals denken.
Nicht heute.
An diesem Tag

…………………………………………….

Die Zeit zieht dahin und zerrt sie mit sich. Unsanft und ungeduldig. Aber sie weigert sich nicht, sträubt sich nicht, lässt sich einfach von Sekunde zu Sekunde schieben, über Minuten stolpern, durch Stunden fallen.
Und irgendwo aufschlagen.
In dieser Einöde.

……………………………………………

Sie haben keine Ahnung von der tödlich wispernden Zeit im Hintergrund.
Von den tickenden Sekunden.
Den lauernden Minuten.
Und dem unberechenbarem.
Ende.

2.) Schocker am Ende jedes Kapitels: Jedes einzelne Kapitel endet mit einen Schocker. Mit einer winzigen Information, die alles verändert, ein Detail, dass alles andere Zunichte macht. Das hat so weit geführt, dass ich, immer wenn ich ein Kapitel gelesen habe, Angst vor dem Ende bekommen habe: Was wird geschehen? Was stimmt hier nicht? Wie wird sich alles verändern? Das alles hat mich ziemlich aufgewühlt und ich habe immer so elektrisiert gelesen, dass ich vor Spannung kaum geatmet habe.

3.) Erst am Ende laufen alle Fäden zusammen. Man bekommt im Buch Schicksale von einzelnen Personen zu lesen, die allen Anschein nach, keinen Zusammenhang zu haben scheinen. Doch zum Ende hin, bemerkt man, wie die Fäden immer mehr zu einer großen Geschichte zusammenlaufen. Und es ist wieder schockierend, wenn man zusammenhänge erkennt, mit denen man vorher nie gerechnet hätte. Wie die Geschichten sich gegenseitig beeinflusst haben, wie alles miteinander in Zusammenhang steht und wie jede Person seinen richtigen Platz in dem großen Ganzen hat. Das ganze Konstrukt wird erst im Verlauf immer mehr gelöst und am Ende sitzt man ganz baff da, und fragt sich was man da gelesen hat.

4.) Sucht. Ich kann von Glück sagen, dass ich vorher eine Rezension zu diesem Buch gelesen habe, die folgende Textstelle aufgreift und die damit eine Art „Lesetipp“ gibt, die einfach das ganze Leseerlebnis optimiert und eigentlich erklärt wie man das Buch lesen soll: Mit Bedacht und mit Würdigung eines jeden Schicksals.

Und während Helena sich erinnert, an all diese Menschen, die sie nur von den Worten aus ein paar bedruckten Seiten kennt, da fällt ihr mit einem Mal auf, dass diese Geschichten sie genau so berühren, wie sie geschrieben wurden – nicht als Buch, das man in einem Atemzug durchliest, nicht als Text, den man mit Leichtigkeit verschlingt, sondern Geschichte für Geschichte, ein ganzes Leben, verfangen in einem großen Ganzen, mit einer Erkenntnis, zum Ende hin so schön und traurig zugleich, dass fernab der Zeit und der Stelle ein jedes Wort von Hoffnung spricht. (Seite 176)

Ich habe diese „Anleitung“ befolgt und es war wirklich hart. Ich habe mir dauernd ersehnt, nach einem Kapitel weiterlesen zu können, aber ich musste vorher erstmal die Geschichte verarbeiten, die ich gelesen hatte. Ich habe mir also vorgenommen immer einen Tag Zeit gelassen. Meist habe ich dies nicht ausgehalten (dieses Warten war so verdammt hart),  und habe eine Geschichte morgens und eine Abends gelesen.
Ich hatte noch nie so ein riesiges Verlangen, ein Buch weiterzulesen. Ich war regelrecht süchtig danach und es war eine Qual zu warten, weiterlesen zu dürfen.
Wenn ihr das Buch lesen solltet: Nehmt euch bitte diesen Tipp zu Herzen. Lest das Buch nicht in einem Rutsch durch, ansonsten verliert es sehr viel von dem Zauber.

5.) Es ist hart und sanft zugleich. Das Buch ist einfach hart. Es ist hart zu Verarbeiten und wenn man sich tatsächlich Gedanken darüber macht, dann hat das Gehirn wirklich eine Menge zu tun. Wenn man sich damit Beschäftigt, sich Zeit nimmt, sich damit auseinander zu setzen, dann bemerkt man wie krass das alles überhaupt ist. Gleichzeitig verpackt diese wunderschöne Sprache mit all den Wortschöpfungen alles in diese schmerzliche Schönheit und diese Wort sind sanft… und gleichzeitig so gewaltig.

6.) Emotionen. Dieses Werk war einfach emotional bis zum geht nicht mehr. Nicht alle Geschichten waren traurig und haben einen zerstört zurückgelassen, nein, es gab auch Geschichten, die wunderschön waren. Menschen, die wieder aufgestanden sind und weitergemacht haben. Es gab eine Menge Geschichten, die mich fast zum weinen gebracht haben, aber ein paar haben mich innerlich mit einem unbeschreiblichen Glück erfüllt. Das Buch ist Emotion pur. Wenn man sich darauf einlässt.

Fazit: Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Und wenn ihr euch psychisch stark genug fühlt auch mit ernsteren Themen umgehen zu können, dann LEST DIESES BUCH!
Ich bin dankbar, dass es existiert.
Ich bin dankbar, dass dieses großartige Werk in meinem Bucherregal steht.
Ich bin dankbar für alles.
Vielen Dank liebe Lilly Lindner, danke lieber Droemer-Verlag und allen anderen, die dafür verantwortlich sind, dass ein Buch wie dieses von der Welt gelesen werden darf. Dass ich es lesen durfte.

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Bitte schreibt mir ob ihr das Buch kennt. Schreibt mir, ob ihr vorhabt dieses Buch zu lesen!

Danke, wenn ihr bis hierhin gelesen habt! Es liegt mir wirklich viel an diesem Beitrag!!

Alles alles Liebe

-Eure Felia ❤